Meine Herkunftsfamilien

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Ein Beitrag aus Band 10

der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski


Herkunft der Vorfahren - My Family History

Die Vorfahren meiner Mutter kommen aus der Gegend östlich des Oderhaffs in Hinterpommern. Mitte der 30er Jahre wird von jedem öffentlich Bediensteten, auch von einem Telegraphenbauarbeiter der Deutschen Reichspost, ein Ariernachweis gefordert. So habe ich das Glück, durch entsprechende Nachforschung meiner Eltern in den Kirchenbüchern Details über meine Herkunft zu wissen.

Mütterliche Vorfahren Zur Ahnentafel Dollerschell

Stätten meiner Kindheit

 

 

 

Am 13.4.1831 wurde Carl Macheel, meiner Mutter Großvater, in Altsarnow im Kreis Cammin als Kind des Bauern Michael Macheel und der Caroline Ernestine, geborene Groth, geboren. Carl heiratete Johanna Friedericke Christine Radloff, geboren am 7.1.1840 in Lanke, Tochter der Marie Christine, geborene Groth und des Christian Friedrich Radloff. Es waren die Eltern meiner Großmutter Martha, die am 30.11.1877 in Altsarnow das Licht der Welt erblickte. Oma Martha hatte acht Geschwister. Der älteste Bruder war mein Großonkel August. Dessen Tochter Hedwig Otto hatte in Altdamm in der Innenstadt einen Friseursalon. An Besuche dort kann ich mich gut erinnern. Zu ihren Kindern Ilse und Günther hatte meine Mutter noch in Schwerin-Lankow bis in die 70er und 90er Jahre Kontakt. - Großonkel Michael und Großtante Toni hatten den Hof von Urgroßvater Carl Macheel in Altsarnow geerbt. Großtante Emma, Marthas Schwester, hatte Wilhelm Groth in Dischenhagen geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Deshalb boten sie meinem Onkel Walter nach dessen Konfirmation an, als Hoferbe nach Dischenhagen zu kommen. Walter hatte bereits eine Tischlerlehrstelle in Gollnow in Aussicht gehabt. In Dischenhagen finden wir von Juli 1943 bis März 1945 Zuflucht, dazu später Näheres. - Großonkel Emil war Schneider in Stettin und mit Großtante Anna verheiratet. Nach zwei Totgeburten blieb die Ehe kinderlos, weil es damals noch nicht den ärztlichen Kunstgriff des Kaiserschnitts gab. Sie luden meine Mutter im Alter von 15-17 Jahren des öfteren für 2-3 Tage nach Stettin ein, gingen mit ihr ins Theater und wollten sie einmal auf einem Dampferausflug von Stettin nach Rügen mit ihrem Schneidergehilfen verkuppeln. Dieser junge Mann sagte meiner Mutter jedoch nicht sonderlich zu. Dessen Freund, der mit an Bord war, gefiel ihr viel besser und so tanzte sie an Bord fast nur mit jenem. Das sah Großtante Anna jedoch nicht gerne und verbot dem Kavalier die Tänze mit Erna. An diesen Ausflug erinnert sich meine Mutter sehr gerne. Vor Stubbenkammer wurden die Reisenden ausgebootet und man bestieg die Kreidesteilküste, um dann nach Saßnitz zu wandern, wo das Schiff sie wieder für die Rückreise an Bord nahm. - Großtante Marie war die Witwe von Großonkel Otto, einem Vetter von Oma Martha, der als Brandmeister bei der Feuerwehr bei einem Löscheinsatz tödlich verunglückt war. Wenn sie zum Nähen nach Lübzin kam, saß Klein-Erna immer bei ihr mit an der Nähmaschine. Zitat der Großtante: „Martha, die Erna muss mal Schneiderin werden.“ - Großonkel Ferdinand aus Harkenwalde war Stellmacher und Landwirt. Er war mit der anderen Großtante Anna verheiratet. Die beiden Annas waren grundverschieden in Wesen und Charakter. - Ernas Mutter Martha war das drittjüngste Kind. Bei ihrer Konfirmation hatte der Pastor von Altsarnow Besuch aus Stettin. Diese Leute nahmen Martha als Kindermädchen mit in die Stadt. In Stettin lernte Oma Martha kochen und war später bei einem Kommerzienrat „in Stellung“. Beim Einkauf musste sie für die Dienstboten immer „Leutewurst“ extra beschaffen. Dort in Stettin lernte sie dann auch ihren späteren Mann, Karl Dollerschell aus Lübzin, kennen, der in Stettin als Arbeiter lebte.

Hof und Haus in Lübzin (Pommern)

Podwórko i dom w Lubczynie. Tu wzrastala moja matka. Dom przetrwal wojne.

 

Meine Großmutter mütterlicherseits: Martha Dollerschell,

Dollerschell

geborene Macheel

Macheel

In diesem Haus in Lübzin (Lubczyna) wohnte meine Großmutter Martha Dollerschell. Hier wuchs meine Mutter Erna auf. Das Haus überlebte den 2. Weltkrieg. - Podwórko i dom w Lubczynie. Tu wzrastala moja matka. Dom przetrwal wojne.

Am 29.3.1836 wurde mein Urgroßvater, Ferdinand Dollerschell , in Luisenthal als Sohn des Viktualienhändlers Heinrich Dollerschell und seiner Frau Caroline, geborene Thomas, geboren. Meiner Mutter Lehrer behauptete, Dollerschell sei ein Hugenotten-Name: Der Preußenkönig hatte Generationen zuvor protestantische Hugenotten-Asylanten aus Frankreich in der Oderniederung am Dammschen See angesiedelt. Von Tante Frieda wurde diese These jedoch in Frage gestellt, da Ferdinand ursprünglich katholisch war.

Am 8.4.1837 wurde Johanna Zimmermann als Tochter des Erbbesitzers Johann Christian Zimmermann und Dorothea, geborene Balck, in Lübzin geboren. Sie heiratete meinen Urgroßvater Ferdinand Dollerschell und brachte am 10.5.1875 meinen Großvater Karl Dollerschell in Lübzin zur Welt.

Der großväterliche Dollerschellsche Hof in Lübzin ging zunächst an den Bruder Albert. Da sich dessen Frau nicht mit der unter einem Dach lebenden Schwiegermutter Johanna Dollerschell vertrug und es zu ständigen Streitereien kam, wurde Karl, der sich als Arbeiter in Stettin beim Bau der Hakenterrasse verdingt hatte, auf den Hof geholt. Albert wohnte mit seiner Familie auf der anderen Straßenseite und die Familien wechselten seither kein Wort mehr miteinander. In Rosenow gab es auch noch Dollerschell s. Über Verwandtschaft ist nichts Näheres bekannt.

Am 20.10.1910 wurde meine Mutter, Erna Emma Martha Dollerschell , in Lübzin am Dammschen See geboren. Sie war als viertes Kind das Nesthäkchen. Ihre Schwester Frieda war als Älteste die Stütze der Mutter in Küche, Haus, Stall und Hof. Sie heiratete Hermann Tank und übernahm mit diesem den Hof. Der Bruder Franz Dollerschell heiratete Käthe Trester und sollte von deren Vater Gustav in Lübzin dessen gutgehende Fleischerei übernehmen. Er gilt seit Kriegsende als vermisst. Der Bruder Walter Dollerschell übernahm, wie bereits erwähnt, vom Onkel Wilhelm Groth den Hof in Dischenhagen und heiratete Erna Keller aus Hohenbrück. Auch er gilt seit August 1944 (in Rumänien) als vermisst.

Miejsca waznych wydarzen z mego dziecinstwa na Pomorzu Zachodnim, poludniowym wschodzie Zalewu Szczecinskiego i Jeziora Dabskiego, krajobrazy pochodzenia moich przodków: Szczecin, Dabie, Lubczyna w powiecie Nowogard.

Bei den Dollerschells in Lübzin wurde normalerweise „platt“ gesprochen: Klein Ernas erstes bekanntes Zitat: „Ick kann up'n Disch kiecken!" Meine Mutter und ihre Schwester unterhielten sich, wenn sie sich später im Rheinland trafen, bis ins hohe Alter in pommerschem Platt, das sich allerdings von dem im etwa 30 km nördlich gelegenen Dischenhagen gesprochenen Platt schon wieder stark unterschied und mehr dem vorpommerschen Niederdeutsch glich.

Als im August 1914 der Weltkrieg begann, war meine Mutter gut drei Jahre alt. Dass er später der erste genannt werden würde, ahnte man damals noch nicht. Am 2.8.1916, als Erna 5 Jahre alt war, wurde ihr Vater in Frankreich im Krieg erschossen. Großvater Karl Dollerschell war an der Westfront vor Verdun eingesetzt und hatte 1916 zur Erntezeit Heimaturlaub. Vor Ablauf desselben telegraphierte der Lübziner Dorfpastor an die Front und erbat für Karl Verlängerung des Urlaubs wegen noch nicht voll eingebrachter Ernte. Aus der telegraphischen Antwort entnahm man: „genehmigt“. Es war jedoch ein Irrtum: Das Telegramm war verstümmelt: Es hieß in Wirklichkeit: „nicht genehmigt“. Daraufhin wurde der „Fahnenflüchtige“ zu Hause von den Feldgendarmen abgeholt und zur Front zurückgebracht. Für ihn stand sogleich das Todesurteil fest. Er wollte seine Uhr und andere Wertsachen nicht mehr mitnehmen. Vermutlich wurde er in einer Strafkompanie in die vordersten Linien kommandiert und fand kurz darauf vor Fort Duamant den Tod. Großmutter Martha stand mit vier kleinen Kindern und der Landwirtschaft alleine. Der Urgroßvater Ferdinand wollte daraufhin wieder seinen Sohn Albert auf den Hof zurückholen. Mutter Martha wehrte sich aber und blieb. Der kleine Hof mit einem Pferd, sechs Kühen, drei bis fünf Schweinen, Hühnern und Gänsen am östlichen Ende vom „langen Haus“ ernährte die Familie schlecht und recht. Drei Schweine wurden in der Regel pro Jahr zum Eigenbedarf geschlachtet. Das Fleisch wurde in einem großen Fass eingepökelt, aber auch schon damals in Gläsern eingeweckt. In den Dachkammern duftete es im Herbst köstlich nach den dort gelagerten Winteräpfeln aus dem großen Garten. Großvater Karl war fortschrittlich und hatte bereits vor dem Krieg elektrisches Licht auf dem Hof und zusammen mit einem anderen Bauern eine Mähmaschine. Während der Kriegszeit hatte Großmutter Martha russische Kriegsgefangene als Hilfe, darnach musste sie den Hof mit ihren Kindern alleine bewirtschaften. Beim Pferdekauf und anderen Geschäften versuchte man sie übers Ohr zu hauen. Wenn man sie um ihre kleine Kriegerwitwenrente beneidete, konnte sie sehr zornig werden: schließlich habe man ihren Mann totgeschossen. Sie hatte ein schweres Leben. Sie verstarb im September 1944 kurz vor der Flucht, die ihr damit erspart blieb, im Alter von 66 Jahren.

Die Familie Dollerschell - Macheel in Lübzin am Dammschen See in Hinterpommern anlässlich Friedas (Bildmitte) Konfirmation:

Ganz obern rechts: Großtante Anna(?), Mitte ganz rechts: Großonkel Emil, zweite Reihe: links Großonkel Wilhelm Groth, rechts daneben Großtante Emma Groth, *Macheel, zweite Reihe in der Mitte: die ältere Schwester meiner Mutter, meine Tante Frieda, rechs daneben Martha Dollerschell, *Macheel, rechts daneben mit Hut: Großonkel Emil (Scheider), ganz links unten: meine Mutter Erna, unten rechts: ihr Bruder Walter, links daneben: ihr Bruder Franz (meine Onkel)

1917 wurde meine Mutter im Alter von 6 Jahren während des Krieges eingeschult. Mit den anderen Geschwistern musste sie immer mit aufs Feld und in den Stall. Oft nahm sie das Gesangbuch mit auf den Acker, um die Liedverse auswendig zu lernen, die für Schule und Konfirmandenunterricht als Hausaufgaben zu erledigen waren. Sie hatte immer Angst, die geforderten Leistungen nicht erfüllen zu können. Klein-Ernas Alptraum war das Melken. Unter der Kuh auf dem Melkschemel sitzend, zitterte sie vor Angst. Sie kriegte das Euter nie richtig leer gemelkt und ihre große Schwester Frieda musste immer noch nachmelken. Erna war der Laufbursche des Hofes. Wenn zum Mähen mit der Maschine ein zweites Pferd gebraucht wurde, musste sie zum Hof des Partners laufen und fragen. Auf dem Dachboden fand Erna ein geheimnisvolles „7. Buch Moses“, in dem sie oft las.

Palmsonntag 1918, im letzten Kriegsjahr, als Erna 7 Jahre alt war, kam zu Friedas Konfirmation viel Verwandtenbesuch. Ein altes interessantes Familienfoto zeugt noch heute davon (siehe oben!).

1925 wurde meine Mutter mit 14 Jahren konfirmiert. Bei einer Kriegerwitwe in Lübzin lernte sie zusammen mit zwei anderen Mädchen (Freundin Magda) fünf Monate lang im Winter nähen. Die Künste des Zuschneidens vervollkommnete sie bei ihren Besuchen bei ihrem Onkel Emil, der Mäntel für eine jüdische Konfektionsfirma schneiderte. Während ihrer Kindheit und Jugend gab es oft Ausflüge mit dem Dampfer über den Dammschen See ans andere Ufer nach Stettin. Eine Dampferfahrt mit Zwischenstation in Bergland und unter der Oder-Baumbrücke hindurch bis zum Bollwerk unter der Hakenterrasse in Stettin dauerte etwa 1 ½ Stunden. Wenn im Winter der See zugefroren war, kam der Eisbrecher (Dampf-Eisbrecher „Stettin“ liegt heute im Museumshafen Hamburg-Övelgönne) und hielt die Fahrrinne für den Dampfer frei. Ging auch das nicht mehr, musste man von Röhrchen aus über Altdamm mit dem Zug nach Stettin fahren. Im harten Winter 1928/29 war der Dammsche See monatelang bis an Ostern heran zugefroren. Da früher vor der Eindeichung die Wiesen in der Odermündung im Winter regelmäßig überschwemmt waren, hatte Erna immer den Eindruck, der Zug fahre über das Wasser, weil nur der Eisenbahndamm aus den Fluten herausragte. 1925 war der Dammsche See eingedeicht worden. Die Wiesen waren vorher in jedem Winter weiträumig überschwemmt gewesen. Gleich hinter dem elterlichen Hof begannen früher im Winter die Eisflächen, wo die Dorfjugend, auch Erna, kilometerweit bis auf den See hinaus Schlittschuh laufen konnte. Ab dem 10. Lebensjahr war Erna mit Begeisterung Eisläuferin. In einer großen Schlange, Hand an Hand, vorweg der Pastorssohn, zog man auf dem Eis fröhlich gemeinsam seine Bahn. Schlittschuhe und Schuhe hatte Erna von der großen Schwester Frieda übernommen, nachdem diese herausgewachsen war. In der Inflationszeit wäre kein Geld für eine Neuanschaffung vorhanden gewesen. Im Winter gingen die Männer aus dem Dorf auf den zugefrorenen See zum Aalstechen. Es wurden Löcher ins Eis geschlagen, mit Spießen ging es dann auf Aaljagd. In Tonnen wurde der Aal geräuchert.

Die Stadt war Ernas großes Ziel. Wie hatte doch Bruder Franz gesagt: „Erna, heirat’ bloß keen Buern, den mokst du unglöcklich!“ Weg von der Landwirtschaft, weg vom Dorf! In der Stadt winkte das bessere Leben.

Mit 18 lernte Erna Dollerschell 1928 beim Tanzen in Lübzin meinen Vater, Karl Ruszkowski, aus Stettin kennen.

 Stettin

Oderbollwerk

 


 

Alte Hansestadt, ehemalige Residenz der pommerschen Herzöge, vorübergehend unter schwedischer Herrschaft; seit 1720 preußische Provinzhauptstadt Pommerns; bis 1873 Festung; seit 1945 polnisch.

Stare miasto hanzeatyckie, niegdysiejsza siedziba pomorskich ksiazat, przeszlo pod szwedzkie wladztwo; od 1720 stolica pruskiego Pomorza; do 1873 twierdza; od 1945 polskie.

Stettin

Szczecin

Band 15 - Band 15

Wir zahlten für Hitlers Hybris

Stare miasto hanzeatyckie, niegdysiejsza siedziba pomorskich ksiazat, przeszlo pod szwedzkie wladztwo; od 1720 stolica pruskiego Pomorza; do 1873 twierdza; od 1945 polskie.


Väterliche Vorfahren Zur Ahnentafel Ruszkowski

Karl war der älteste Sohn des Arbeiters Julius Ruszkowski und seiner Ehefrau Johanna, geborene Runge.


Meine Großmutter Johanna Ruszkowski, geborene Runge

Mein Vater in Postuniform

 

Großmutter Johanna mit Vater Karl und Onkel Werner

meine Großeltern Johanna und Julius Ruszkowski

Julius war am 29.7.1877 unehelich von der Marianna Ruszkowska in Schönau, Kreis Schwetz, an der Weichsel geboren worden (Geburtsurkunde aus dem Polnischen übersetzt). Er war als Kind zusammen mit seiner Mutter, die nach seiner Geburt einen Weißenberger geheiratet hatte, nach Stettin gekommen. Marianna Ruszkowska, geboren am 9.5.1854 in Schönau, war Kind der Juliana Ruszkowska, geborene Spichalska und des Felix Ruszkowski . Meine Großmutter Johanna hatte ihn über ihre Schwester kennengelernt, die mit seinem Halbbruder Weißenberger verheiratet war. Oma Johanna Ruszkowski war eine geborene Runge und am 10.4.1879 in Stettin als Tochter des Schuhmachermeisters und Kirchendieners Johann Heinrich Karl Runge und der Johanne Charlotte Henriette, geborene Ganz, zur Welt gekommen. Mein Vater, Karl Ruszkowski, geboren am 3.1.1906 in Stettin, hatte die Realschule bis zur 8. Klasse besucht und dann Maschinenschlosser gelernt. Den schon begonnenen Besuch der Maschinenbauschule musste er wegen Geldmangels abbrechen. Er erwarb den Führerschein und verdingte sich als Treckerfahrer bei einer Firma, die für ein landwirtschaftliches Gut in Röhrchen unweit von Lübzin Wiesen umpflügte. 1929 verlobten sich Karl und Erna. Die Zeiten waren schlecht. Die Wirtschaft lag danieder. Blanke Not und Massenarbeitslosigkeit beherrschten den Alltag. Mein Onkel Hermann Tank und mein Vater, beide Maschinenschlosser von Beruf, hatten sich 1930 zusammen selbständig gemacht. Mit einem großen Trecker mit Eisenrädern und einem riesigen Pflug dahinter pflügten sie für die Bauern die Wiesen in der Oderniederung um. Die Zeiten wurden immer schlechter: Die Bauern konnten die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Hitler erließ den Bauern die Schulden. Konkurrenten drückten die Preise. Firma Hermann & Karl kam in der Folge in die Pleite. Trecker und Pflug stehen noch bis in die 40er Jahre hinein auf dem Hof in Lübzin und verrosteten. Ich spiele als Junge bei Besuchen in Lübzin darauf herum und habe heute noch den Schmierölgeruch aus dem Getriebe in der Nase.


Unter der Adresse: http://pogranicza.szczecin.art.pl/woycicki.doc finden sich folgende interessante Zitate: ...Die Frage des deutschen kulturellen Erbes in den westlichen und nördlichen Gebieten Polens mag, wurzelnd in den nicht immer laut verkündeten Ressentiments, ein Keim für Meinungsverschiedenheiten sein. Im Bewusstsein der Deutschen ist, völlig verständlich, ihr Beitrag an der zivilisatorischen Entwicklung der nördlichen und westlichen Gebiete verankert. Unabhängig von ihrem Verhältnis zur Oder-Neisse-Grenze betrachten sie diese Gebiete als deutsches Kulturerbe. Im Grunde teilen die Polen diese Ansicht, fühlen sich aber von der Tatsache gedemütigt, dass es ihnen im zurückliegenden halben Jahrhundert nur in geringem Grad gelungen ist, diese Kulturlandschaft mit eigenen, den vorgefundenen ebenbürtigen Symbolen anzureichern. Dieser Zustand lässt sich nur auf eine Weise ändern: Man muss die deutsche Hinterlassenschaft hegen und umsorgen und gleichzeitig mit neuen, kreativen, schöpferischen und sich dauerhaft in die Kulturlandschaft einfügenden Elementen bereichern. Nur auf diese Weise lassen sich die für beide Seiten gefährlichen Hochs und Tiefs entladen... Für viele Jahre existierten die West- und Nordgebiete im Bewusstsein der hier angesiedelten polnischen Bevölkerung in erster Linie als in grauer Vorzeit „verlorene” und nach dem Kriege „wiedergewonnene”...


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Seemannsschicksale

Band 1 - Band 1 - Band 1 - Band 1

Begegnungen im Seemannsheim  

ca. 60  Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten aus aller Welt

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Seemannsschicksale

Band 2 - Band 2 - Band 2

Lebensläufe und Erlebnisberichte

 Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten,      als Rentner-Hobby  aufgezeichnet bzw. gesammelt  und herausgegeben von  Jürgen Ruszkowski

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Seemannsschicksale

  Band 3 - Band_3

 Lebensläufe und Erlebnisberichte

Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten

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Band 4 - Edition 2004 - Band 4

Seemannsschicksale unter Segeln 

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im 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts 

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Band 5 - Band 5

 Capt. E. Feith's Memoiren

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Ich hoffe noch auf einen weiteren Band von

Capt. E. Feith

:Band 6 ist in Arbeit:

Seemannsschicksale Band 6 in der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags"

 

 

Master next God

Band 7   in der Reihe Seemannsschicksale:

Dirk Dietrich:

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ISBN 3-9808105-4-2

Dietrich's Verlag

Band 7 = 12,80 € 

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Band 8

Maritta & Peter Noak

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ISBN 3-937413-04-9 

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Band 9 - Band 9

Rainer Gessmann

Endstation Tokyo

Die abenteuerliche Karriere eines einfachen Seemannes  

Endstation Tokyo

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Band 10 - Band 10  - Band 10

Autobiographie des Webmasters

Himmelslotse

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Band 14 - Band 14 

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Band 17 - Band 17 

Als Schiffskoch weltweit unterwegs

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Die große Hafenrundfahrt in Hamburg

reich bebildert mit vielen Informationen auch über die Speicherstadt, maritime Museen und Museumsschiffe

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Günter George

Junge, komm bald wieder...

Ein Junge aus der Seestadt Bremerhaven träumt von der großen weiten Welt

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In den 1960er Jahren als

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Maritime books in German language:  fates of international sailors

Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales:

Los libros en el idioma alemán lo enlatan también, ( +  el extranjero-estampilla: 3,00 €), directamente con la editor Buy de.  


Ab und an werde ich für  zwei bis drei Wochen verreist und dann, wenn überhaupt, nur per eMail:   Kontakt  via InternetCafé erreichbar sein!


Bestellungen und Nachfragen am einfachsten über e-mail:  Kontakt

Wenn ich nicht verreist bin, sehe ich jeden Tag in den email-Briefkasten.  Dann Lieferung innerhalb von 3 Werktagen.


Einige maritime Buchhandlungen in Hamburg in Hafennähe haben die Titel auch vorrätig:

HanseNautic GmbH, Schifffahrtsbuchhandlung, ex Eckardt & Messtorff, Herrengraben 31, 20459 Hamburg,  Tel.: 040-374842-0,  www.HanseNautic.de

WEDE-Fachbuchhandlung, Hansepassage, Große Bleichen 36, Tel.: 040-343240.

Schifffahrtsbuchhandlung Wolfgang Fuchs, Rödingsmarkt 29, 20459 Hamburg, Tel: 3193542, www.hafenfuchs.de

Ansonsten, auch über ISDN über Buchhandlungen, in der Regel nur über mich bestellbar.


Für einen Eintrag in mein   Gästebuch  bin ich immer dankbar.

Alle meine Seiten haben ein gemeinsames Gästebuch.  Daher bitte bei Kommentaren Bezug zum Thema  der jeweiligen Seite nehmen!

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last update - Letzte Änderung: 12.07.2009

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