Meine Herkunftsfamilien

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Ein Beitrag aus Band 10

der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski


Herkunft der Vorfahren - My Family History

Die Vorfahren meiner Mutter kommen aus der Gegend östlich des Oderhaffs in Hinterpommern. Mitte der 30er Jahre wird von jedem öffentlich Bediensteten, auch von einem Telegraphenbauarbeiter der Deutschen Reichspost, ein Ariernachweis gefordert. So habe ich das Glück, durch entsprechende Nachforschung meiner Eltern in den Kirchenbüchern Details über meine Herkunft zu wissen.

Mütterliche Vorfahren Zur Ahnentafel Dollerschell

Stätten meiner Kindheit

Am 13.4.1831 wurde Carl Macheel, meiner Mutter Großvater, in Altsarnow im Kreis Cammin als Kind des Bauern Michael Macheel und der Caroline Ernestine, geborene Groth, geboren. Carl heiratete Johanna Friedericke Christine Radloff, geboren am 7.1.1840 in Lanke, Tochter der Marie Christine, geborene Groth und des Christian Friedrich Radloff. Es waren die Eltern meiner Großmutter Martha, die am 30.11.1877 in Altsarnow das Licht der Welt erblickte. Oma Martha hatte acht Geschwister. Der älteste Bruder war mein Großonkel August. Dessen Tochter Hedwig Otto hatte in Altdamm in der Innenstadt einen Friseursalon. An Besuche dort kann ich mich gut erinnern. Zu ihren Kindern Ilse und Günther hatte meine Mutter noch in Schwerin-Lankow bis in die 70er und 90er Jahre Kontakt. - Großonkel Michael und Großtante Toni hatten den Hof von Urgroßvater Carl Macheel in Altsarnow geerbt. Großtante Emma, Marthas Schwester, hatte Wilhelm Groth in Dischenhagen geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Deshalb boten sie meinem Onkel Walter nach dessen Konfirmation an, als Hoferbe nach Dischenhagen zu kommen. Walter hatte bereits eine Tischlerlehrstelle in Gollnow in Aussicht gehabt. In Dischenhagen finden wir von Juli 1943 bis März 1945 Zuflucht, dazu später Näheres. - Großonkel Emil war Schneider in Stettin und mit Großtante Anna verheiratet. Nach zwei Totgeburten blieb die Ehe kinderlos, weil es damals noch nicht den ärztlichen Kunstgriff des Kaiserschnitts gab. Sie luden meine Mutter im Alter von 15-17 Jahren des öfteren für 2-3 Tage nach Stettin ein, gingen mit ihr ins Theater und wollten sie einmal auf einem Dampferausflug von Stettin nach Rügen mit ihrem Schneidergehilfen verkuppeln. Dieser junge Mann sagte meiner Mutter jedoch nicht sonderlich zu. Dessen Freund, der mit an Bord war, gefiel ihr viel besser und so tanzte sie an Bord fast nur mit jenem. Das sah Großtante Anna jedoch nicht gerne und verbot dem Kavalier die Tänze mit Erna. An diesen Ausflug erinnert sich meine Mutter sehr gerne. Vor Stubbenkammer wurden die Reisenden ausgebootet und man bestieg die Kreidesteilküste, um dann nach Saßnitz zu wandern, wo das Schiff sie wieder für die Rückreise an Bord nahm. - Großtante Marie war die Witwe von Großonkel Otto, einem Vetter von Oma Martha, der als Brandmeister bei der Feuerwehr bei einem Löscheinsatz tödlich verunglückt war. Wenn sie zum Nähen nach Lübzin kam, saß Klein-Erna immer bei ihr mit an der Nähmaschine. Zitat der Großtante: „Martha, die Erna muss mal Schneiderin werden.“ - Großonkel Ferdinand aus Harkenwalde war Stellmacher und Landwirt. Er war mit der anderen Großtante Anna verheiratet. Die beiden Annas waren grundverschieden in Wesen und Charakter. - Ernas Mutter Martha war das drittjüngste Kind. Bei ihrer Konfirmation hatte der Pastor von Altsarnow Besuch aus Stettin. Diese Leute nahmen Martha als Kindermädchen mit in die Stadt. In Stettin lernte Oma Martha kochen und war später bei einem Kommerzienrat „in Stellung“. Beim Einkauf musste sie für die Dienstboten immer „Leutewurst“ extra beschaffen. Dort in Stettin lernte sie dann auch ihren späteren Mann, Karl Dollerschell aus Lübzin, kennen, der in Stettin als Arbeiter lebte.

Hof und Haus in Lübzin (Pommern)

Podwórko i dom w Lubczynie. Tu wzrastala moja matka. Dom przetrwal wojne.

Meine Großmutter mütterlicherseits: Martha Dollerschell,

Dollerschell

geborene Macheel

Macheel

In diesem Haus in Lübzin (Lubczyna) wohnte meine Großmutter Martha Dollerschell. Hier wuchs meine Mutter Erna auf. Das Haus überlebte den 2. Weltkrieg. - Podwórko i dom w Lubczynie. Tu wzrastala moja matka. Dom przetrwal wojne.

Am 29.3.1836 wurde mein Urgroßvater, Ferdinand Dollerschell , in Luisenthal als Sohn des Viktualienhändlers Heinrich Dollerschell und seiner Frau Caroline, geborene Thomas, geboren. Meiner Mutter Lehrer behauptete, Dollerschell sei ein Hugenotten-Name: Der Preußenkönig hatte Generationen zuvor protestantische Hugenotten-Asylanten aus Frankreich in der Oderniederung am Dammschen See angesiedelt. Von Tante Frieda wurde diese These jedoch in Frage gestellt, da Ferdinand ursprünglich katholisch war.

Am 8.4.1837 wurde Johanna Zimmermann als Tochter des Erbbesitzers Johann Christian Zimmermann und Dorothea, geborene Balck, in Lübzin geboren. Sie heiratete meinen Urgroßvater Ferdinand Dollerschell und brachte am 10.5.1875 meinen Großvater Karl Dollerschell in Lübzin zur Welt.

Der großväterliche Dollerschellsche Hof in Lübzin ging zunächst an den Bruder Albert. Da sich dessen Frau nicht mit der unter einem Dach lebenden Schwiegermutter Johanna Dollerschell vertrug und es zu ständigen Streitereien kam, wurde Karl, der sich als Arbeiter in Stettin beim Bau der Hakenterrasse verdingt hatte, auf den Hof geholt. Albert wohnte mit seiner Familie auf der anderen Straßenseite und die Familien wechselten seither kein Wort mehr miteinander. In Rosenow gab es auch noch Dollerschell s. Über Verwandtschaft ist nichts Näheres bekannt.

Am 20.10.1910 wurde meine Mutter, Erna Emma Martha Dollerschell , in Lübzin am Dammschen See geboren. Sie war als viertes Kind das Nesthäkchen. Ihre Schwester Frieda war als Älteste die Stütze der Mutter in Küche, Haus, Stall und Hof. Sie heiratete Hermann Tank und übernahm mit diesem den Hof. Der Bruder Franz Dollerschell heiratete Käthe Trester und sollte von deren Vater Gustav in Lübzin dessen gutgehende Fleischerei übernehmen. Er gilt seit Kriegsende als vermisst. Der Bruder Walter Dollerschell übernahm, wie bereits erwähnt, vom Onkel Wilhelm Groth den Hof in Dischenhagen und heiratete Erna Keller aus Hohenbrück. Auch er gilt seit August 1944 (in Rumänien) als vermisst.

Miejsca waznych wydarzen z mego dziecinstwa na Pomorzu Zachodnim, poludniowym wschodzie Zalewu Szczecinskiego i Jeziora Dabskiego, krajobrazy pochodzenia moich przodków: Szczecin, Dabie, Lubczyna w powiecie Nowogard.

Bei den Dollerschells in Lübzin wurde normalerweise „platt“ gesprochen: Klein Ernas erstes bekanntes Zitat: „Ick kann up'n Disch kiecken!" Meine Mutter und ihre Schwester unterhielten sich, wenn sie sich später im Rheinland trafen, bis ins hohe Alter in pommerschem Platt, das sich allerdings von dem im etwa 30 km nördlich gelegenen Dischenhagen gesprochenen Platt schon wieder stark unterschied und mehr dem vorpommerschen Niederdeutsch glich.

Als im August 1914 der Weltkrieg begann, war meine Mutter gut drei Jahre alt. Dass er später der erste genannt werden würde, ahnte man damals noch nicht. Am 2.8.1916, als Erna 5 Jahre alt war, wurde ihr Vater in Frankreich im Krieg erschossen. Großvater Karl Dollerschell war an der Westfront vor Verdun eingesetzt und hatte 1916 zur Erntezeit Heimaturlaub. Vor Ablauf desselben telegraphierte der Lübziner Dorfpastor an die Front und erbat für Karl Verlängerung des Urlaubs wegen noch nicht voll eingebrachter Ernte. Aus der telegraphischen Antwort entnahm man: „genehmigt“. Es war jedoch ein Irrtum: Das Telegramm war verstümmelt: Es hieß in Wirklichkeit: „nicht genehmigt“. Daraufhin wurde der „Fahnenflüchtige“ zu Hause von den Feldgendarmen abgeholt und zur Front zurückgebracht. Für ihn stand sogleich das Todesurteil fest. Er wollte seine Uhr und andere Wertsachen nicht mehr mitnehmen. Vermutlich wurde er in einer Strafkompanie in die vordersten Linien kommandiert und fand kurz darauf vor Fort Duamant den Tod. Großmutter Martha stand mit vier kleinen Kindern und der Landwirtschaft alleine. Der Urgroßvater Ferdinand wollte daraufhin wieder seinen Sohn Albert auf den Hof zurückholen. Mutter Martha wehrte sich aber und blieb. Der kleine Hof mit einem Pferd, sechs Kühen, drei bis fünf Schweinen, Hühnern und Gänsen am östlichen Ende vom „langen Haus“ ernährte die Familie schlecht und recht. Drei Schweine wurden in der Regel pro Jahr zum Eigenbedarf geschlachtet. Das Fleisch wurde in einem großen Fass eingepökelt, aber auch schon damals in Gläsern eingeweckt. In den Dachkammern duftete es im Herbst köstlich nach den dort gelagerten Winteräpfeln aus dem großen Garten. Großvater Karl war fortschrittlich und hatte bereits vor dem Krieg elektrisches Licht auf dem Hof und zusammen mit einem anderen Bauern eine Mähmaschine. Während der Kriegszeit hatte Großmutter Martha russische Kriegsgefangene als Hilfe, darnach musste sie den Hof mit ihren Kindern alleine bewirtschaften. Beim Pferdekauf und anderen Geschäften versuchte man sie übers Ohr zu hauen. Wenn man sie um ihre kleine Kriegerwitwenrente beneidete, konnte sie sehr zornig werden: schließlich habe man ihren Mann totgeschossen. Sie hatte ein schweres Leben. Sie verstarb im September 1944 kurz vor der Flucht, die ihr damit erspart blieb, im Alter von 66 Jahren.

Die Familie Dollerschell - Macheel in Lübzin am Dammschen See in Hinterpommern anlässlich Friedas (Bildmitte) Konfirmation:

Ganz obern rechts: Großtante Anna(?), Mitte ganz rechts: Großonkel Emil, zweite Reihe: links Großonkel Wilhelm Groth, rechts daneben Großtante Emma Groth, *Macheel, zweite Reihe in der Mitte: die ältere Schwester meiner Mutter, meine Tante Frieda, rechs daneben Martha Dollerschell, *Macheel, rechts daneben mit Hut: Großonkel Emil (Scheider), ganz links unten: meine Mutter Erna, unten rechts: ihr Bruder Walter, links daneben: ihr Bruder Franz (meine Onkel)

1917 wurde meine Mutter im Alter von 6 Jahren während des Krieges eingeschult. Mit den anderen Geschwistern musste sie immer mit aufs Feld und in den Stall. Oft nahm sie das Gesangbuch mit auf den Acker, um die Liedverse auswendig zu lernen, die für Schule und Konfirmandenunterricht als Hausaufgaben zu erledigen waren. Sie hatte immer Angst, die geforderten Leistungen nicht erfüllen zu können. Klein-Ernas Alptraum war das Melken. Unter der Kuh auf dem Melkschemel sitzend, zitterte sie vor Angst. Sie kriegte das Euter nie richtig leer gemelkt und ihre große Schwester Frieda musste immer noch nachmelken. Erna war der Laufbursche des Hofes. Wenn zum Mähen mit der Maschine ein zweites Pferd gebraucht wurde, musste sie zum Hof des Partners laufen und fragen. Auf dem Dachboden fand Erna ein geheimnisvolles „7. Buch Moses“, in dem sie oft las.

Palmsonntag 1918, im letzten Kriegsjahr, als Erna 7 Jahre alt war, kam zu Friedas Konfirmation viel Verwandtenbesuch. Ein altes interessantes Familienfoto zeugt noch heute davon (siehe oben!).

1925 wurde meine Mutter mit 14 Jahren konfirmiert. Bei einer Kriegerwitwe in Lübzin lernte sie zusammen mit zwei anderen Mädchen (Freundin Magda) fünf Monate lang im Winter nähen. Die Künste des Zuschneidens vervollkommnete sie bei ihren Besuchen bei ihrem Onkel Emil, der Mäntel für eine jüdische Konfektionsfirma schneiderte. Während ihrer Kindheit und Jugend gab es oft Ausflüge mit dem Dampfer über den Dammschen See ans andere Ufer nach Stettin. Eine Dampferfahrt mit Zwischenstation in Bergland und unter der Oder-Baumbrücke hindurch bis zum Bollwerk unter der Hakenterrasse in Stettin dauerte etwa 1 ½ Stunden. Wenn im Winter der See zugefroren war, kam der Eisbrecher (Dampf-Eisbrecher „Stettin“ liegt heute im Museumshafen Hamburg-Övelgönne) und hielt die Fahrrinne für den Dampfer frei. Ging auch das nicht mehr, musste man von Röhrchen aus über Altdamm mit dem Zug nach Stettin fahren. Im harten Winter 1928/29 war der Dammsche See monatelang bis an Ostern heran zugefroren. Da früher vor der Eindeichung die Wiesen in der Odermündung im Winter regelmäßig überschwemmt waren, hatte Erna immer den Eindruck, der Zug fahre über das Wasser, weil nur der Eisenbahndamm aus den Fluten herausragte. 1925 war der Dammsche See eingedeicht worden. Die Wiesen waren vorher in jedem Winter weiträumig überschwemmt gewesen. Gleich hinter dem elterlichen Hof begannen früher im Winter die Eisflächen, wo die Dorfjugend, auch Erna, kilometerweit bis auf den See hinaus Schlittschuh laufen konnte. Ab dem 10. Lebensjahr war Erna mit Begeisterung Eisläuferin. In einer großen Schlange, Hand an Hand, vorweg der Pastorssohn, zog man auf dem Eis fröhlich gemeinsam seine Bahn. Schlittschuhe und Schuhe hatte Erna von der großen Schwester Frieda übernommen, nachdem diese herausgewachsen war. In der Inflationszeit wäre kein Geld für eine Neuanschaffung vorhanden gewesen. Im Winter gingen die Männer aus dem Dorf auf den zugefrorenen See zum Aalstechen. Es wurden Löcher ins Eis geschlagen, mit Spießen ging es dann auf Aaljagd. In Tonnen wurde der Aal geräuchert.

Die Stadt war Ernas großes Ziel. Wie hatte doch Bruder Franz gesagt: „Erna, heirat’ bloß keen Buern, den mokst du unglöcklich!“ Weg von der Landwirtschaft, weg vom Dorf! In der Stadt winkte das bessere Leben.

Mit 18 lernte Erna Dollerschell 1928 beim Tanzen in Lübzin meinen Vater, Karl Ruszkowski, aus Stettin kennen.

 Stettin


Oderbollwerk


Alte Hansestadt, ehemalige Residenz der pommerschen Herzöge, vorübergehend unter schwedischer Herrschaft; seit 1720 preußische Provinzhauptstadt Pommerns; bis 1873 Festung; seit 1945 polnisch.

Stare miasto hanzeatyckie, niegdysiejsza siedziba pomorskich ksiazat, przeszlo pod szwedzkie wladztwo; od 1720 stolica pruskiego Pomorza; do 1873 twierdza; od 1945 polskie.

Stettin

Szczecin

Band 15 - Band 15

Wir zahlten für Hitlers Hybris

Stare miasto hanzeatyckie, niegdysiejsza siedziba pomorskich ksiazat, przeszlo pod szwedzkie wladztwo; od 1720 stolica pruskiego Pomorza; do 1873 twierdza; od 1945 polskie.


Väterliche Vorfahren Zur Ahnentafel Ruszkowski

Karl war der älteste Sohn des Arbeiters Julius Ruszkowski und seiner Ehefrau Johanna, geborene Runge.


Meine Großmutter Johanna Ruszkowski, geborene Runge

Mein Vater in Postuniform

Großmutter Johanna mit Vater Karl und Onkel Werner

meine Großeltern Johanna und Julius Ruszkowski

Julius war am 29.7.1877 unehelich von der Marianna Ruszkowska in Schönau, Kreis Schwetz, an der Weichsel geboren worden (Geburtsurkunde aus dem Polnischen übersetzt). Er war als Kind zusammen mit seiner Mutter, die nach seiner Geburt einen Weißenberger geheiratet hatte, nach Stettin gekommen. Marianna Ruszkowska, geboren am 9.5.1854 in Schönau, war Kind der Juliana Ruszkowska, geborene Spichalska und des Felix Ruszkowski . Meine Großmutter Johanna hatte ihn über ihre Schwester kennengelernt, die mit seinem Halbbruder Weißenberger verheiratet war. Oma Johanna Ruszkowski war eine geborene Runge und am 10.4.1879 in Stettin als Tochter des Schuhmachermeisters und Kirchendieners Johann Heinrich Karl Runge und der Johanne Charlotte Henriette, geborene Ganz, zur Welt gekommen. Mein Vater, Karl Ruszkowski, geboren am 3.1.1906 in Stettin, hatte die Realschule bis zur 8. Klasse besucht und dann Maschinenschlosser gelernt. Den schon begonnenen Besuch der Maschinenbauschule musste er wegen Geldmangels abbrechen. Er erwarb den Führerschein und verdingte sich als Treckerfahrer bei einer Firma, die für ein landwirtschaftliches Gut in Röhrchen unweit von Lübzin Wiesen umpflügte. 1929 verlobten sich Karl und Erna. Die Zeiten waren schlecht. Die Wirtschaft lag danieder. Blanke Not und Massenarbeitslosigkeit beherrschten den Alltag. Mein Onkel Hermann Tank und mein Vater, beide Maschinenschlosser von Beruf, hatten sich 1930 zusammen selbständig gemacht. Mit einem großen Trecker mit Eisenrädern und einem riesigen Pflug dahinter pflügten sie für die Bauern die Wiesen in der Oderniederung um. Die Zeiten wurden immer schlechter: Die Bauern konnten die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Hitler erließ den Bauern die Schulden. Konkurrenten drückten die Preise. Firma Hermann & Karl kam in der Folge in die Pleite. Trecker und Pflug stehen noch bis in die 40er Jahre hinein auf dem Hof in Lübzin und verrosteten. Ich spiele als Junge bei Besuchen in Lübzin darauf herum und habe heute noch den Schmierölgeruch aus dem Getriebe in der Nase.


Unter der Adresse: http://pogranicza.szczecin.art.pl/woycicki.doc finden sich folgende interessante Zitate: ...Die Frage des deutschen kulturellen Erbes in den westlichen und nördlichen Gebieten Polens mag, wurzelnd in den nicht immer laut verkündeten Ressentiments, ein Keim für Meinungsverschiedenheiten sein. Im Bewusstsein der Deutschen ist, völlig verständlich, ihr Beitrag an der zivilisatorischen Entwicklung der nördlichen und westlichen Gebiete verankert. Unabhängig von ihrem Verhältnis zur Oder-Neisse-Grenze betrachten sie diese Gebiete als deutsches Kulturerbe. Im Grunde teilen die Polen diese Ansicht, fühlen sich aber von der Tatsache gedemütigt, dass es ihnen im zurückliegenden halben Jahrhundert nur in geringem Grad gelungen ist, diese Kulturlandschaft mit eigenen, den vorgefundenen ebenbürtigen Symbolen anzureichern. Dieser Zustand lässt sich nur auf eine Weise ändern: Man muss die deutsche Hinterlassenschaft hegen und umsorgen und gleichzeitig mit neuen, kreativen, schöpferischen und sich dauerhaft in die Kulturlandschaft einfügenden Elementen bereichern. Nur auf diese Weise lassen sich die für beide Seiten gefährlichen Hochs und Tiefs entladen... Für viele Jahre existierten die West- und Nordgebiete im Bewusstsein der hier angesiedelten polnischen Bevölkerung in erster Linie als in grauer Vorzeit „verlorene” und nach dem Kriege „wiedergewonnene”...



musterrolle.de

Maritime books in German language: fates of international sailors

Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales:

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Maritime books in German language: fates of international sailors

Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales:

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Bücher in der gelben Buchreihe" Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski:

Seemannsschicksale

Band 1

Begegnungen im Seemannsheim

ca. 60 Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten aus aller Welt

Band_1 - Band 1

Anthologie

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Seemannsschicksale

Band 2

Band 2

Anthologie

Band_2_bei_freenet.de

Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten, als Rentner-Hobby aufgezeichnet bzw. gesammelt und herausgegeben von Jürgen Ruszkowski

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Seemannsschicksale

Band 3

Band_3

Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten

Anthologie

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Band 4 - Edition 2004

Band 4

Seemannsschicksale unter Segeln

Die Seefahrt unserer Urgroßväter

im 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts

neu überarbeitet!

Anthologie

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Band 5 - Band 5

Capt. E. Feith's Memoiren:

Ein Leben auf See amüsant und spannend wird über das Leben an Bord vom Moses bis zum Matrosen vor dem Mast in den 1950/60er Jahren, als Nautiker hinter dem Mast in den 1970/90er Jahren berichtet

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Ich hoffe noch auf einen weiteren Band von

Capt. E. Feith

:

Band 6 ist in Arbeit

:

Seemannsschicksale Band 6 in der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags"

Master next God

Band 7 in der Reihe Seemannsschicksale:

Dirk Dietrich:

Auf See

ISBN 3-9808105-4-2

Dietrich's Verlag

Band 7 = 12,80 €

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Band 8:

Maritta & Peter Noak

auf Schiffen der DSR

ISBN 3-937413-04-9

Dietrich's Verlag

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Band 9 - Band 9

Rainer Gessmann

Endstation Tokyo

Die abenteuerliche Karriere eines einfachen Seemannes

Endstation Tokyo

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Band 10 - Band 10

Autobiographie des Webmasters

Rückblicke: 27 Jahre Himmelslotse im Seemannsheim - ganz persönliche Erinnerungen an das Werden und Wirken eines Diakons

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Band 11: - Band 11

Genossen der Barmherzigkeit

Diakone des Rauhen Hauses

Diakonenportraits

Anthologie

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Band 12 - Band 12

Autobiographie:

Diakon Karlheinz Franke

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Band 13 - Band 13

Autobiographie:

Diakon Hugo Wietholz

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Band 14 - Band 14

Conrad H. v. Sengbusch

Jahrgang '36

Werft, Schiffe, Seeleute, Funkbuden

Jugend in den "goldenen 1959er Jahren"

Lehre als Schiffselektriker in Cuxhaven

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Band 15 - Band 15

Wir zahlten für Hitlers Hybris

mit Zeitzeugenberichten aus 1945 über Bombenkrieg, Flucht, Vertreibung, Zwangsarbeit und Gefangenschaft.

Ixlibris-Rezension

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Band 16

Lothar Stephan

Ein bewegtes Leben - in den Diensten der DDR - - zuletzt als Oberst der NVA

ISBN 3-9808105-8-5

Dietrich's-Verlag

8,90 €

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Band 17 - Band 17

Als Schiffskoch weltweit unterwegs

Schiffskoch Ernst Richter

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Band 18 - Band 18

Seemannsschicksale

aus Emden und Ostfriesland

und Fortsetzung Schiffskoch Ernst Richter auf Schleppern

Anthologie

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Band 19 - Band 19

ein Seemannsschicksal:

Uwe Heins

Das bunte Leben eines einfachen Seemanns

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Band 20: - Band 20

ein Seemannsschicksal im 2. Weltkrieg

Kurt Krüger

Matrose im 2. Weltkrieg

Soldat an der Front

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Band 21 - Band 21

Ein Seemannsschicksal:

Gregor Schock

Der harte Weg zum Schiffsingenieur

Beginn als Reiniger auf SS "RIO MACAREO"

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Band 22- Band 22

Jörn Hinrich Laue:

Weltweite Reisen eines früheren Seemanns

als Passagier auf Fähren,

Frachtschiffen

und Oldtimern

Anregungen und Tipps für maritime Reisefans

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Band 23 - Band 23

Ein Seemannsschicksal:

Jochen Müller

Geschichten aus der Backskiste

Ein ehemaliger DSR-Seemann erinnert sich

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Band 24 - Band 24

Ein Seemannsschicksal:

Der maritime Liedermacher

(seine Lieder-CD kann bestellt werden)

Mario Covi: -1-

Traumtripps und Rattendampfer

Ein Schiffsfunker erzählt über das Leben auf See und im Hafen

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Band 25 - Band 25

Ein Seemannsschicksal:

Der maritime Liedermacher

(seine Lieder-CD kann bestellt werden)

Mario Covi: -2-

Landgangsfieber und grobe See

Ein Schiffsfunker erzählt über das Leben auf See und im Hafen

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Band 26 - Band 26

Monica Maria Mieck:

Liebe findet immer einen Weg

Mutmachgeschichten für heute

Besinnliche Kurzgeschichten

auch zum Vorlesen

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Band 27 - Band 27

Monica Maria Mieck:

Verschenke kleine

Sonnenstrahlen

Heitere und besinnliche Kurzgeschichten

auch zum Vorlesen

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Band 28 - Band 28

Monica Maria Mieck:

Durch alle Nebel hindurch

erweiterte Neuauflage

Texte der Hoffnung

besinnliche Kurzgeschichten und lyrische Texte

ISBN 978-3-00-019762-8

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Band 29 - Band 29

Logbuch

einer Ausbildungsreise

und andere

Seemannsschicksale

Seefahrerportraits

und Erlebnisberichte

Anthologie

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Band 30 - Band 30

Günter Elsässer

Schiffe, Häfen, Mädchen

Seefahrt vor 50 Jahren

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Band 31 - Band 31

Thomas Illés d.Ä.

Sonne, Brot und Wein

ANEKIs lange Reise zur Schönheit

Wohnsitz Segelboot

Reise ohne Kofferschleppen

Fortsetzung in Band 32

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Band 33 - Band 33

Jörn Hinrich Laue:

Die große Hafenrundfahrt in Hamburg

reich bebildert mit vielen Informationen auch über die Speicherstadt, maritime Museen und Museumsschiffe

184 Seiten mit vielen Fotos, Schiffsrissen, Daten

ISBN 978-3-00-022046-3

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Band 34 - Band 34

Peter Bening

Nimm ihm die Blumen mit

Roman einer Seemannsliebe

mit autobiographischem Hintergrund

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Band 35 - Band 35

Günter George

Junge, komm bald wieder...

Ein Junge aus der Seestadt Bremerhaven träumt von der großen weiten Welt

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Band 36 - Band 36

Rolf Geurink:

In den 1960er Jahren als

Seemaschinist

weltweit unterwegs

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Band 37

Schiffsfunker Hans Patschke:

Frequenzwechsel

Ein Leben in Krieg und Frieden als Funker auf See

auf Bergungsschiffen und

in Großer Fahrt


Einige maritime Buchhandlungen in Hamburg in Hafennähe haben die "Seemannsschicksale" meistens vorrätig:

HanseNautic GmbH, Schifffahrtsbuchhandlung, ex Eckardt & Messtorff, Herrengraben 31, 20459 Hamburg, Tel.: 040-374842-0, www.HanseNautic.de

WEDE-Fachbuchhandlung, Hansepassage, Große Bleichen 36, Tel.: 040-343240.

Schifffahrtsbuchhandlung Wolfgang Fuchs, Rödingsmarkt 29, 20459 Hamburg, Tel: 3193542, www.hafenfuchs.de

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Seemannsschicksale

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erwähnte Schiffe E - J

erwähnte Schiffe S-Z

erwähnte Personen

erwähnte Schiffe

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Leseproben und Bücher online

Lesermeinung zu Band 24:

Der Band "Traumtrips und Rattendampfer" ist ein sehr gut gelungenes Abbild der Seefahrt. Endlich hat jemand den Mut zu einer ehrlichen Darstellung, besonders "hinter den Kulissen", gefunden. Vieles kann ich nur bestätigen, einiges war auch für mich neu. Hervorzuheben und beeindruckend sind die geschilderten Hierarchieverhältnisse an Bord, das zwangsweise Zusammenleben aller Besatzungsmitglieder, die wahre Beschreibung bei Begegnungen mit der 3. Welt sowie das tabulose Darstellen aller Lebensgewohnheiten an Bord und bei Landgang. Auch ist es unbegreiflich, was Profitsucht aus einem Menschenleben machen kann! Alle Härten auf See, aber auch die Schönheiten der Welt sind vom Funker Mario Covi in ausgezeichneter Weise dargestellt. Bestimmt könnten viele ehemalige Seeleute dicke Bände schreiben, aber leider hat nicht jeder das Talent von Herrn Covi dazu. Oft verblassen auch die Erinnerungen zu schnell und so wird vieles bedauerlicherweise ungesagt bleiben. --- Nochmals vielen Dank für die interessanten Aufzeichnungen von Herrn Mario Covi und auch für die Bemühungen zum Druck von Herrn Jürgen Ruszkowski.

Peter J.

Seemannssprache

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