2008 erschien im Verlag am Birnbach GmbH, 57612 Birnbach, Bergstraße 9, Tel.: 02681-3794, Fax: 02681-70597,
dieses Verteilheft: Bestell-Nr.: 0057-2056 - ISBN 979-3-86508-256-5
Leseprobe:
Blumen-Gedanken
Kannst du dir unsere Erde ganz ohne Blumen vorstellen? Ich habe erhebliche Mühe, diese Vorstellung auch nur für kurze Zeit einmal zuzulassen. Was muss ich mir da alles an Farbenfrohem und Schönem wegdenken. Auf unserem Geburtstagstisch ständen dann keine bunten duftenden Sträuße, unsere Gärten wären vom erwachenden Frühling bis zum Ende des Spätherbstes ohne die lieblichen Farbtupfer und die Wälder gewiss viel eintöniger. Die blühenden Sommerwiesen würden meiner Seele im Urlaub ganz besonders fehlen. Unsere Fensterbänke und Balkone wären ohne Blumen kahl und trist. Und ich denke dabei noch an den fast sterilen Nachttisch in langen Tagen der Krankheit im Krankenhaus. Ja, um wie viel wären wir dann ärmer? Vielleicht siehst du nach dieser kurzen Vision die Blumen jetzt mit ganz anderen, eben neuen Augen, betrachtest sie aus einem völlig anderen Blickwinkel, nämlich als liebevolle Geschenke unseres weisen Schöpfers, der genau weiß, dass wir Menschenkinder diese Freudenspender auf unserem manchmal beschwerlichen Lebensweg dringend brauchen. Und weil ich keinen eigenen Garten habe, lege ich zur Frühlingszeit immer wieder Blumensamen-Tütchen in meine Briefe mit hinein. Ein ganz kleiner Beitrag, damit die Erde niemals aufhört zu blühen.
Es gibt so viele Anlässe in unserem Leben, an denen ein Blumenstrauß immer willkommen ist und Freude bringt. Zur Geburt eines Kindes fällt mir in der Erinnerung sofort der lange Krankenhausflur ein, auf dem abends die schönsten und größten Sträuße standen, die die stolzen Väter gebracht hatten.Danach die Taufe, die jährlichen Geburtstage, die Konfirmation, die Verlobung, der Hochzeitstag mit seiner jährlichen Wiederkehr, ein herzliches Willkommenheißen auf dem Bahnhof, oder eine Trennung für längere Zeit und die sichtbaren Liebesbekundungen beim endgültigen Abschiednehmen von einem vertrauten Menschen am Grabe.
Aber die ganz unerwarteten Blumen, die mir im Leben geschenkt wurden, haben wohl die meiste Freude bereitet. Ich denke da an einen kleinen Wiesenblumenstrauß aus Gänseblümchen, Glockenblumen und ein paar zarten Gräsern und Blättern, den meine damals vierjährige Tochter eigens für mich gepflückt hatte, um mich zu erfreuen. Diese Blumen wachsen ohne unser Zutun, darum sind sie für mich auch Himmelsblumen. An dieses liebliche Bild, wie die kleine Blondine so dastand, mit dem Himmelsgeschenk in der festen Faust und den strahlenden Augen, erinnere ich mich heute immer noch so gerne.
Etliche der Texte von Monica Maria Mieck sind in drei eigenen Büchern, zahlreichen Anthologien, Verteilheften des Verlagesam Birnbach und "Wort im Bild", christlichen Zeitschriften und Kalendern veröffentlicht worden:
Ein Leben auf See amüsant und spannend wird über das Leben an Bord vom Moses bis zum Matrosen vor dem Mast in den 1950/60er Jahren, als Nautiker hinter dem Mast in den 1970/90er Jahren berichtet
Da Dietrich’s Verlag seine Aktivitäten stark reduziert, werden meine Bücher mit einer von ihm vergebenen ISBN ab 2007 nicht mehr im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) des Buchhandels zu finden sein. Das bedeutet nicht, dass die Bücher nicht mehr lieferbar sind.
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Der Band "Traumtrips und Rattendampfer" ist ein sehr gut gelungenes Abbild der Seefahrt. Endlich hat jemand den Mut zu einer ehrlichen Darstellung, besonders "hinter den Kulissen", gefunden. Vieles kann ich nur bestätigen, einiges war auch für mich neu. Hervorzuheben und beeindruckend sind die geschilderten Hierarchieverhältnisse an Bord, das zwangsweise Zusammenleben aller Besatzungsmitglieder, die wahre Beschreibung bei Begegnungen mit der 3. Welt sowie das tabulose Darstellen aller Lebensgewohnheiten an Bord und bei Landgang. Auch ist es unbegreiflich, was Profitsucht aus einem Menschenleben machen kann! Alle Härten auf See, aber auch die Schönheiten der Welt sind vom Funker Mario Covi in ausgezeichneter Weise dargestellt. Bestimmt könnten viele ehemalige Seeleute dicke Bände schreiben, aber leider hat nicht jeder das Talent von Herrn Covi dazu. Oft verblassen auch die Erinnerungen zu schnell und so wird vieles bedauerlicherweise ungesagt bleiben. --- Nochmals vielen Dank für die interessanten Aufzeichnungen von Herrn Mario Covi und auch für die Bemühungen zum Druck von Herrn Jürgen Ruszkowski.